Kinderland Jerichower Land e.V.
Josephskreuz

An alle Ferienkinder aus Berlin: Drei Stunden, und ihr seid in einer anderen Welt


Berlin ist flach. Das fällt einem erst auf, wenn man woanders ist. Bei uns im Harz geht es steil bergauf, der Wald ist dunkel und dicht, unter dem Boden liegen Höhlen und abends sieht man Sterne, die über der Stadt nie zu sehen sind. Vom Berliner Hauptbahnhof bis zu uns sind es rund drei Stunden. Das ist nah genug für einen Sonntagvormittag, weit genug, dass es sich wie eine Reise anfühlt.

Warum sich der Weg aus Berlin lohnt


Kein Reisetag. Über die A 9 und die A 38 seid ihr aus fast jedem Bezirk in unter drei Stunden bei uns. Ihr fahrt nach dem Frühstück los, bringt euer Kind entspannt ins Camp und am Nachmittag beginnt schon das Abenteuer.

Auch ohne Auto machbar. In Berlin hat längst nicht jede Familie ein Auto, deshalb ist uns die Bahnverbindung wichtig. Mit dem ICE bis Halle und weiter mit dem Regionalzug seid ihr in etwa dreieinhalb Stunden da. Mit dem Deutschlandticket geht die ganze Strecke ohne Zusatzkosten. Wie das genau läuft, seht ihr weiter unten.

Verein statt Veranstalter. Der Kinderland Jerichower Land e.V. organisiert seit über 30 Jahren betreute Ferienlager für Kinder von 6 bis 14 Jahren. Wir sind anerkannter freier Träger der Jugendhilfe, d.h. hinter dem Camp steht kein Reiseunternehmen, sondern eine Kinder- und Elterninitiative ohne kommerzielles Interesse: kein Konzern im Hintergrund, keine politische oder konfessionelle Ausrichtung, keine Gewinnabsicht. Was ihr bezahlt, fließt in die Woche eures Kindes.

Die Ferientermine in Berlin 2027 und was das für euch bedeutet


Winterferien Berlin 2027: 01.02. – 06.02.2027
Sommerferien Berlin 2027: 01.07. – 14.08.2027

Das Winter Camp passt perfekt. Es läuft vom 31.01. bis 06.02.2027. Anreise ist am Sonntag vor Ferienbeginn und das Camp endet am letzten Ferientag, sodass euer Kind rechtzeitig zum ersten Schultag zurück ist.

Im Sommer passen die ersten beiden Durchgänge. Durchgang 1 vom 01.08. bis 07.08. und Durchgang 2 vom 08.08. bis 14.08. liegen komplett in den Sommerferien. Durchgang 2 endet sogar exakt am letzten Ferientag.

Unsere Camps für euch

Winter Camp 2027 Durchgang 1 von 31.01.2027 bis 06.02.2027 Alter: 7 bis 14 Teilnehmerbeitrag: 379,00€
Outdoor Actioncamp 2027 Durchgang 1 von 01.08.2027 bis 07.08.2027 Alter: 7 bis 14 Teilnehmerbeitrag: 379,00€
Outdoor Actioncamp 2027 Durchgang 2 von 08.08.2027 bis 14.08.2027 Alter: 7 bis 14 Teilnehmerbeitrag: 379,00€

Anfahrt – so kommt ihr aus Berlin zu uns nach Stolberg


Mit dem Auto


Der Weg ist für alle gleich: über den Berliner Ring auf die A 9 Richtung Leipzig, am Kreuz Rippachtal auf die A 38 Richtung Göttingen, Abfahrt Berga, dann über die B 85 und L 231 durch Rottleberode nach Stolberg.

Wie lange ihr braucht, hängt vor allem davon ab, wo in der Stadt ihr startet:

Aus dem Südwesten — Steglitz, Zehlendorf, Lichterfelde — sind es rund 275 km und etwa 2:45 Stunden. Ihr habt es am kürzesten, weil ihr den halben Ring spart.

Aus der Innenstadt — Mitte, Kreuzberg, Charlottenburg, Neukölln, Schöneberg — sind es etwa 285 bis 290 km und rund drei Stunden.

Aus dem Norden und Osten — Pankow, Reinickendorf, Lichtenberg, Marzahn, Hellersdorf — sind es 300 bis 305 km und etwa 3:10 Stunden.

Aus Spandau fahrt ihr alternativ westlich über die A 2 Richtung Magdeburg und dann über die B 81 und B 242 durch den Harz. Das ist etwa gleich lang, aber landschaftlich deutlich schöner.

Plant im Sommer etwas Puffer ein: Am Kreuz Schönefeld und rund um das Dreieck Potsdam steht es freitags und sonntags gern.

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Feriendorf Forsthaus Auerberg

Auerberg 1

06536 Südharz

Mit Bus und Bahn


Der nächste Bahnhof ist Berga-Kelbra an der Strecke Halle–Kassel, rund 10 km vom Camp entfernt. Von dort bringt euch die Landesbuslinie 450 der Verkehrsgesellschaft Südharz über Rottleberode und Uftrungen direkt nach Stolberg. Der Bus fährt etwa alle zwei Stunden, Bahntickets gelten auch im Bus. Nach Stolberg selbst fährt kein Zug mehr — der Personenverkehr auf der Thyratalbahn wurde 2011 eingestellt.

Die schnelle Variante: Ab Berlin Hauptbahnhof mit dem ICE nach Halle (Saale), rund eine Stunde. Dort in den RE 9 Richtung Nordhausen/Kassel umsteigen, der in Berga-Kelbra hält. Mit dem Bus zusammen seid ihr in etwa dreieinhalb Stunden da.

Die günstige Variante: Mit dem Regionalexpress über Lutherstadt Wittenberg nach Halle und von dort weiter wie oben. Das dauert etwa eine Stunde länger, ist dafür aber komplett mit dem Deutschlandticket abgedeckt — auch der Bus 450 gehört dazu. Für eine Familie mit zwei Kindern macht das schnell den Unterschied von 100 Euro pro Fahrt aus.

Ein Tipp für ältere Kinder: Die Strecke hat nur einen echten Umstieg. Kinder ab etwa zwölf, die schon allein mit dem Zug fahren dürfen, schaffen das gut — sprecht uns an, dann stimmen wir die Ankunft ab und holen euer Kind in Berga-Kelbra ab.

Alle Zeitangaben sind Richtwerte ohne Baustellen und Ferienverkehr. Prüft eure Verbindung am Reisetag bitte kurz in der DB-App oder bei INSA (insa.de).

Zuschuss über das Bildungs- und Teilhabepaket


Bezieht ihr Grundsicherungsgeld (früher Bürgergeld), Wohngeld, Kinderzuschlag, Sozialhilfe oder Asylbewerberleistungen, steht eurem Kind über das Bildungs- und Teilhabepaket ein Zuschuss zur Ferienfreizeit zu. In Berlin läuft das je nach Leistung über das Jobcenter oder über das Amt für Soziales beziehungsweise das Jugendamt eures Bezirks. Die Teilnahmebestätigung für den Antrag bekommt ihr nach der Anmeldung von uns.

→ Alle Zuschüsse im Überblick: So finanziert ihr das Ferienlager

Höhlen, Floßbau und ein Berg mit Kreuz: Was euer Kind bei uns erwartet


Bei uns lernen Kinder, sich mit Karte, Kompass und GPS im Gelände zurechtzufinden — und das brauchen sie gleich beim Aufstieg zum Josephskreuz, dem höchsten Aussichtspunkt der Region. Wer weiß: Unterwegs kann dabei auch schon mal ein Schatz gefunden werden.

Ein ganzer Tag gehört dem Kyffhäuser und dem Abstieg in die Barbarossahöhle. Der Südharz besteht aus Gips, und Gips löst sich in Wasser auf — deshalb ist der Berg hier von Höhlen und unterirdischen Bächen durchzogen, und im Wald liegen Erdfälle, also Trichter, die das Wasser von unten gegraben hat. Kein Wunder, dass die Leute früher glaubten, im Berg wohne jemand.

Gebaut wird auch, und zwar auf dem Wasser: Gemeinsam entsteht ein Floß, das bei einer Floßfahrt seine Stabilität unter Beweis stellen muss. Wenn es heiß wird, springen alle in den campeigenen Pool. Abends gibt es Stockbrot am Lagerfeuer, Sommerkino mit Popcorn und Zuckerwatte und für alle, die sich trauen, eine Nacht unter freiem Himmel.

Betreut wird eure Tochter oder euer Sohn von ausgebildeten Jugendgruppenleiter*innen mit Juleica oder ähnlicher Qualifikation. Viele davon waren selbst früher Teilnehmer*innen unserer Camps.